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BONJOUR!

Ich grüße die verlorenen Seelen, die versprengten Freunde von geistloser Unterhaltung. Wir waren tot, wir sind tot und doch haben wir uns zusammengefunden um unsere Sinnlosigkeit zu zelebrieren. Humus ist zurück mit neuen Themen, neuen Autoren und neuen Freuden und Leiden des Lebens in dieser Neo-Postmodernen-Gesellschaft des dritten Jahrtausends. In dieser, unserer ersten Stunde der neuen Zeitrechnung möchte ich eine Kurzgeschichte, die ich vor einer Weile einmal geschrieben habe, posten. Ich hoffe, ihr erkennt die Absicht, die ich beim Schreiben hatte, wenn nicht, dann fahrt zur Hölle.

Soweit, hier also meine kurze Geschichte:

U-Bahn, letzte Fahrt für heute. Ich renne, um ja nicht zu Fuß gehen zu müssen, oder gar ein Taxi zu nehmen. Ich habe kein Geld, jetzt erst recht nicht für so etwas. Ich habe den Job nicht bekommen. Ich weiß nicht, warum sie mich nicht gebrauchen können. Ich denke, die wissen es auch nicht recht. Ich haste die Treppenstufen hinab. Die Bahn steht schon da. Immerhin konnte ich noch ein Ticket lösen. Schwarzfahren fällt heute aus, ich kann nicht auch noch erwischt werden. Ich möchte die Bahn erreichen, die Türen stehen noch offen. An den gegenüberliegenden Gleisen steht ein Mann, gut gekleidet, er sieht mich. Als die Türen schließen bin ich noch ein paar Schritte entfernt. Dann fährt der Wagen los. Ich laufe der U-Bahn hinterher, doch sie entzieht sich mir. Der Mann sieht mich an und sagt: „Sie haben Ihre Chance verpasst.“ Nun stehe ich zurückgelassen am Bahnsteig. Null Uhr Achtundfünfzig. Den Abend nach dem Bewerbungsgespräch verbrachte ich wieder in einer Bar. Es ist weit nach Hause aber nicht zu weit. Ich seufze, mache kehrt und steige die Treppen wieder nach oben. Ich bemerke wie kalt es tatsächlich ist, wenn ich nicht renne. Ich knöpfe meinen Mantel zu und laufe schneller, um nicht zu frieren. Unterwegs sehe ich etwas in der Mitte der Straße liegen. Es ist ein Plastikflugzeug für Kinder, das dort auf ein Auto zu warten scheint, das es überrollt. Ich habe starke Lust, doch wieder zu rauchen. Ich komme etwas später an einer Bushaltestelle vorbei. Dort sitzt eine schlanke Frau, die ganz offensichtlich friert. Sie hat ihre Arme um die angewinkelten Beine geschlungen und zittert. Ich gehe an ihr vorbei zu dem Zigarettenautomaten neben der Haltestelle. Ich krame in meinen Taschen, als ich am Automaten einen Aufkleber bemerke, auf dem steht¬: „Tu’s nicht“. Ich nehme meine Zigaretten und gehe weiter. Ich rauche, ziehe an der Zigarette und fühle mich ein wenig besser. Ich denke noch an das Bewerbungsgespräch am Abend. Ich wollte nicht mehr rauchen, und schon gar nicht mehr in der Wohnung. Es ist nicht mehr weit, bis ich zu Hause bin. Am Baumarkt gegenüber klebt noch das Sonderangebot, das noch bis heute galt. Weiße Farbe, fünfundzwanzig Prozent billiger. Ich öffne meine Wohnungstür. An meinem Kühlschrank hängen Merkzettel, was ich an mir ändern wollte.

SO das wars, ich hoffe, ihr erstickt daran. Nun muss ich aber den Rotwein aufwischen, den ich vor ein paar Sekunden verschüttet habe. OH ich hasse Rotwein (wenn er verschüttet wurde)!
Ich freue mich auf weitere Posts von anderen Autoren und freue mich ebenso auf weitere Posts von mir selbst. Ich hoffe ihr liebt mich ebenso wie ich euch liebe.

FloBe

18.1.10 01:15
 


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